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Hier gibt es ein paar Infos wie wir zur Musik kamen.



Nun, ich glaube ich muss hier wohl etwas tiefer zurückgehen, um einiges besser erklären zu können.
Eigentlich bin ich ein Thüringer Kind, komme also aus den sogenannten "neuen Bundesländern" (welch blöde Bezeichnung) und wohne erst seit kurzem in der Pfalz. Somit kann sich wohl jeder denken, dass wir mit Material von Rockgrößen wie Black Sabbath, Led Zeppelin, The Who, The Rolling Stones, Deep Purple usw. kaum bestück waren, sofern man nicht eine Oma oder einen Opa hatte, welche hin und wieder mal LPīs aus dem goldenen Westen nach Ostdeutschland schmuggelten.
Natürlich kannten wir Songs wie Stairway To Heaven oder Whole Lotta Love, Honky Tonk Women, My Generation, Smoke On The Water oder Paranoid - wurden sie doch in den Diskotheken von den Plattenauflegern (toller ostdeutscher Begriff für DJ) gespielt, aber die Zuordnung fiel oftmals doch recht schwer. Den Immigrant Song, z.B. - welch geiler Song, aber von wem verdammt ist dieser eigentlich?
Apropos Diskotheken: hier durften Songs nur im Verhältnis 60 : 40 gespielt werden. Was heißt das? Nun, 60 Prozent Ostrock, 40 Prozent Material vom "Klassenfeind". Klar, wenn möglich, wurde diese Doktrin weitestgehend umgangen. Wer wollte schon Ostrock hören, den man tagtäglich im Radio serviert bekam? Nicht, dass die Musik schlecht war, keinesfalls. Die Musiker verstanden ihr Handwerk. Aber es war nun mal verboten, Klassenfeindmusik zu hören. Um so reizvoller war es natürlich für uns.
Ja, und wieso wurde nun ausgerechnet Led Zeppelin zu einer meiner Favoriten?
Eines Tages, es war Anfang der 90er, kam eine Arbeitskollegin mit einer Doppel-CD unterm Arm zu mir und meinte: hier, Du bist doch ein absoluter Musikfreak, möchtest Du mal reinhören? Das bedurfte natürlich überhaupt keiner Frage. Ich schnappte mir das Teil und gleich nach Feierabend flog es zu Hause in meinen Player.
Herje! Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. Mein Gesicht glich mit Sicherheit dem eines total erstaunten Luis De Funes, ich war tatsächlich völlig baff! Was ich da alles zu hören bekam! Songs, die ich kannte, wie Kashmir zum Beispiel, den Immigrant Song, Stairway to Heaven, Communication Breakdown, Whole Lotta Love, Heartbreaker usw., alles Stoff, den ich aber nie der entsprechenden Band zuordnen konnte.
Ja, Leute, es war das Doppelalbum "Remasters" von Led Zeppelin, wie sich der Hardliner sicherlich schon vorstellen kann.
Am nächsten Tag erzählte ich meiner Arbeitskollegin, welche Perle sie mir da zum Probehören gegeben hatte. Natürlich machte ich mich sofort in die Spur, um vom Debütalbum bis Coda alles zu erwerben. Später folgte dann noch diese oder jene Box und natürlich deutschsprachige, teilweise sehr empfehlenswerte Literatur, denn ich wollte einfach noch mehr über diese geniale Band mit ihren phantastischen Musikern erfahren.
Einen Fehler hat die Band, sie hat sich viel zu früh (aber richtigerweise) aufgelöst. Ich konnte sie niemals live erleben. Lediglich im Jahre 1998 sah ich Jimmy Page und Robert Plant auf ihrer Walking Into Clarksdale-Tour in Erfurt.
Über den Rock und Blues-Rock begann ich mich auch für das härtere Genre zu interessieren. Heavy Metal war das Stichwort.
Dabei waren es in jeder Sparte die Gitarristen, die mich mit ihren verschiedenen Spielstilen faszinierten. Sei es ein Jimmy Page oder Jeff Beck mit ihren filigranen Fingerfertigkeiten, die aber mehr mit Herz und Seele spielen, oder aber ein Johann Yngwie Malmsteen aus der Metallszene, der reiner Techniker ist.
Wieder war es besagte Kollegin, die mir dabei einen heißen Tipp gab. Sie erzählte von einer Studienkollegin, welche ihr immer die Ohren von einem gewissen Rory Gallagher vollschwärmte und ob der Name mir was sagt. Soll eine Koryphäe in Sachen Gitarre sein.
Nun, ich hörte nur: Gitarrist und machte mich sofort auf die Suche nach CDīs. War gar nicht so einfach, denn hier waren nicht alle Alben auf Anhieb zu haben. Anfangs gab es nur die unremastereten Ausgaben, später folgten die von Donal Gallgher remasterten, jeweils mit Bonustracks versehen. Und auch hier versuchte ich sämtlicher Artikel aufzutreiben, derer ich habhaft werden konnte.
Spät, leider viel zu spät wurde ich auf diesen sympathischen Musiker aufmerksam und das bedaure ich wirklich zutiefst, denn ich werde niemals das Vergnügen haben, ihn live erleben zu dürfen. Er ist viel zu früh von uns gegangen.
Led Zeppelin und Rory Gallgher gehören also zu meinen Top-Favoriten. Ihnen widme ich mich auf dieser Homepage.

   

Schon meine Oma sorgte dafür daß ich immer ein Liedchen zu hören bekam. Zum Glück hat sich mein Musikgeschmack dahingehend verändert, daß ich keine Volkslieder mehr singe. Einige Jahre war ich aktives Mitglied im Musikverein Oberauerbach, wo ich Klarinette spielen lernte und neben dem üblichen Programm eines solchen Vereins auch die Möglichkeit hatte Anspruchvolles zu spielen. Mit 16 sagte ich dem Verein Adieu und gründete mit Freunden eine Rockband. Wir nannten uns zuerst PAX IN ETERNUM und schließlich HUSH.

Hush

Irgendwann lösten wir uns auf. Ein Mitglied, Peter Hoffmann genannt PUPPE blieb der aktiven Musik jedoch treu und ist heute eine feste Größe als Gitarrist in der Zweibrücker Musikszene. Da man 1976 als Lehrling nicht gerade üppig entlohnt wurde, mußte ein Nebenverdienst her. So wurde ich in meiner Lieblingsdisco SUNSET Discjockey. Dort wurde überwiegend Rock und Funk gespielt.

Im Sunset

War īne super Zeit. Nicht zu vergleichen mit den meisten heutigen Discoīs. Meine erste Begebung mit Pop- und Rockmusik spielte sich in etwa so ab: Cassette in den Rekorder, Micro eingestöpselt, Micro vor den Lautsprecher des Radiogerätes gestellt und wenn ein Song anlief, die Aufnahmetaste gedrückt. Husten oder Räuspern war nicht und wehe, es kam jemand ins Zimmer..... Damals handelte es sich um Musik, die man heute als Oldies bezeichnet. Von Rockmusik noch keine Spur.
Später bekam ich dann einen Radiorekorder, so dass sich die Sache mit dem Micro gottseidank erübrigte. Es gab dann auch Sender, die - meistens abends - endlich auch Sachen wie Ten Years After, Yes, Led Zeppelin, Uriah Heep, Black Sabbath usw. spielten. Hilfreich und eine Goldgrube war damals der Sender AFN der Stationierungsstreitkräfte. Mangels Ansage oder Verstehens derselben, wusste ich aber oft nicht wie der Titel heißt.
Zu dieser Zeit kaufte ich Singles und LPs oft nach dem Aussehen des Covers. Meistens nicht aus dem Regal, denn die waren zu teuer für einen Schüler, sondern aus den Krabbelkisten vor den Läden oder im Kaufhaus. Da gab es neben Perlen dann auch ziemlichen Mist. Richtig los ging es dann als ich anfing zu lernen. In dem Radio und Fernsehbetrieb gab es neben mir noch einige andere Musikverrückte und es wurde fleißig ausgetauscht. Es folgte die Arbeit in der Rockdisco und die Liebe zur Musik festigte sich.
Bis zum heutigen Tag ist ein Leben ohne Musik für mich unvorstellbar. Neben Rock mag ich auch andere Stile, nur gefallen muß es mir. Das kann Blues, Funk, Soul, Jazz oder aber auch gutgemachter Pop sein. Es muß nur irgendwie meinen Bauch erreichen. Nervig wird es für mich wenn ich Techno, Hip-Hop, Schlager und volkstümliche Musik höre. Da rollen sich mir die Fußnägel nach oben.
Schwerpunkt ist aber auf jeden Fall der sog. Classirock und Jamrock. Sogar an einigem aus Ilka's Metalregal kann ich ab und an Gefallen finden. Aber das meiste ist mir einfach zu sehr am Bauch vorbei, weil oft zu pathetisch, zu posig, zu verquer.