RORY GALLAGHER (Technik)
Auszug aus Gitarre & Bass: "Charakteristisch für Gallaghers bluesige und raue Spielweise war die Erzeugung von Obertönen mit seiner Anschlagshand. Er griff dazu sein Plektrum möglichst weit vorne an der Spitze, so dass beim Anschlag die Saite nicht nur mit dem Plektrum sondern auch mit den Fingern berührt wurde. Daneben erzeugte Rory die Flageoletts, gelegentlich auch nach klassischer Manier, indem er beim Anschlag die Saite weiter vorne mit dem Zeigefinger berührte.
Ein weiteres Merkmal bei Gallagher war das Spielen mit dem Bottleneck. Nur gelegentlich stimmte er dafür seine Gitarre um; meistens spielte er im Standard-Tuning. Die E- und A-Gitarren, auf denen er das Slide-Röhrchen einsetzte, waren mit dickeren Saiten..... versehen. Generell bevorzugte Rory eine hohe Saitenlage."
Sein Favorit war seine Stratocaster, Baujahr 1961, welche er 1963 für 100 Pfund gebraucht in Michael Crowleys Music Centre kaufte. Hals und Mechaniken dieser Gitarre wurden mehrmals umgebaut oder ganz ersetzt, die Pickups im Laufe der Zeit nachträglich neu gewickelt. Später erfolgte der Einbau eines Fünfwegschalters.
Neben verschiedenen anderen Fender- und Gibson-Modellen benutzte Rory auch Akustik-Gitarren, u.a. eine Martin D-35, eine National Duolian von 1932, eine Takamine, eine Stella Harmony und eine Martin Mandoline.